Intention

Das Dach des AAP-Säulenmodells hat einen hohen Stellenwert und zugleich eine stabilisierende Wirkung.

Mit dem Sprechen bzw. Singen verfolge ich eine Intention, eine Absicht, ein Ziel (lat.: intendere = sein Streben auf etwas richten). Ich möchte von meinem Gegenüber verstanden werden, ihm etwas mitteilen, mit ihm in Kontakt treten. Ich wende mich meinem Gegenüber zu und halte den Kontakt aufrecht.

Intention von lateinisch intendere meint: «sein Streben auf etwas richten». Eine klare Absicht verfolgen.

Allen stimmlichen, sprecherischen, gesanglichen oder körpersprachlichen Äusserungen liegt eine Intention zu Grunde. Manche unserer kommunikativen Absichten sind uns nicht - andere nur halb bewusst. Unsere Intentionen entstehen nicht nur aufgrund von aktuellen Umgebungseinflüssen, Wahrnehmungen, Gefühle und Gedanken, sondern auch intuitiv aus Verhaltensmustern, die sich aus unbewussten Anteilen unserer Psyche speisen.

Die Intention ist ein Gemisch aus Bedürfnissen, Gefühlen, Stimmungen und Absichten, das uns gleichsam durchströmt und durch alle Poren und Ritzen nach aussen dringt, dort unsere Kontaktpartner erreicht und sowohl durch Worte als auch durch die gesamte nonverbale Ausstrahlung beeinflusst. (Schulz von Thun, 1992, 20)

Intention ist eine Leistung des zentralen Nervensystems. Es geht dabei um die Aufnahme und Verarbeitung von Sinneseindrücken. Eine Mobilisierung unserer Sinnesorgane führt dazu, dass wir sinnlich besser organisiert sind und so präsenter, effizienter, fokussierter und zielgerichteter auf unsere Umwelt reagieren können. (Gerhard Doss)

Wir informieren, fordern auf, ermuntern, trösten – hinter jeder Äusserung steht eine Absicht. Zuwendung, Wortwahl, Tempo, Melodie, Gestik und Mimik gehören zu einer gelungenen Willensäusserung.

Eine neugierige, interessierte und wohlwollende Zuwendung gilt hierbei als tragende Grundhaltung eines jeden Sprechens, Singens oder Kommunizierens.